Preis Tropenophthalmologie
Seit 1997 wird jeweils im Herbst auf dem Kongress der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft der Preis für Tropenophthalmologie verliehen.
Er wird vom Deutschen Komitee zur Verhütung von Blindheit e.V. und verschiedenen Firmen gestiftet; die Firmenbeteiligungen wechseln. Der Preis ist mit bis zu 5.000 EUR dotiert.
Die Preisverleihungen erfolgten bisher an:
1997 Dr. Albrecht Hennig, der mit Familie nach Lahan in Nepal gegangen ist und aus einer einfachen kleinen Augenabteilung das Sagarmantha Choudhary Eye Hospital, ein selbst tragendes gewaltiges Klinikum mit vielen Außenstellen im Umkreis aufgebaut hat. Er hat die sog. Fishhook-Technik zur Entfernung des Grauen Stars etabliert.
1998 Dr. Elisabeth Herz für ihre augenärztliche Arbeit in ganz Kamerun und den Ausbau einer hochmodernen Augenklinik in Bafoussam, daneben Einsätzen in Vietnam und Kambodscha, Tansania und Äthiopien.
1999 Dr. Hannsjürgen Trojan (Marburg) für seine Arbeit in Lomé/Togo 1969-74, als damals einziger operierender Augenarzt des Landes, und für seine wissenschaftlichen Arbeiten zur Tropenophthalmologie mit vielen späteren Reisen und Kurzzeit-Einsätzen in Afrika, den Kanarischen Inseln und Afghanistan.
2000 Dr. Martin Kollmann, Department of Ophthalmology, University of Nairobi, Kenia, für Programme der Blindheits-Prävention und Ausbildung von einheimischen Augenärzten.
2001 Dr. Allen Foster, Direktor des International Centre of Eye Health, London, wo die Grundzüge über Public Health für die Augenheilkunde gelehrt werden. Gleichzeitig war er Medical Director von CBM International und zuvor 10 Jahre als Augenarzt in Tansania tätig. An der Ausrichtung des Programms Vision 2020 war er maßgeblich beteiligt.
2002 Prof. Dr. Volker Klauß (München) als Vorsitzender des DKVB und der Partnerschaft der Universitäts-Augenklinik München und der Universitäts-Augenklinik des Kenyatta Hospitals in Nairobi und in der Funktion seiner vielen Ämter als Berater und Dozent. Er ist Initiator der Forschungsförderungen und der Kurzzeiteinsätze Tropenophthalmologie der DOG.
2003 Dr. Gerhard Kühnhardt (Ibbenbüren) für sein langjähriges Engagement in Arusha/Tansania in Ambulanz-Arbeit und Ausbildung in Augenheilkunde.
2004 Prof. Rudolf F. Guthoff, Ordinarius der Universitäts-Augenklinik Rostock, für sein Engagement zur Verbesserung der augenärztlichen Versorgung in Kinshasa / Kongo, insbesondere Kinderchirurgie an Katarakten, stellvertretend für sein gesamtes Team.
2005 Dr. Adrian D. Hopkins für seine Arbeit als Augenarzt im Kongo und Zentralafrika seit 1975; er wurde mittlerweile Leiter des Ivermectin Donation Programme/USA, im Kampf gegen die Flussblindheit (okuläre Onchozerkose).
2006 Ehepaar Dres. Konstanze Fischer & Dirk Harder, für den jahrelangen Einsatz in Simbabwe und Kamerun mit CBM, folgend viele Kurzeinsätze, u.a. in Ruanda.
2007 Lions Int. <Sight First/District Bayern> für Augen-Hilfsprojekte, hauptsächlich in Afrika.
2008 Dr. M. Makwanga, Dem. Republik Kongo, Augen-Facharztausbildung in Kinshasa unter Prof. Karl Maertens, Diplom für Public Health in London, erfahrener Kataraktchirurg. Unter der Initiative Vision 2020 hat er nationale BlindheitsBekämpfungs-Programme entwickelt.
2009 Dr. Andreas Dittrich (Neuenbürg) und Prof. Dr. Guido Kluxen (Wermelskirchen) gemeinsam, weil beide eine Beziehung zur Zentralafrikanischen Republik und zur dortigen Augenklinik in Bossangoa aufbauten, wo Dittrich sogar einige Jahre in Begleitung seiner Familie tätig war, Kluxen in Kurzzeit-Einsätzen die Beziehung zum Land bekam.
2010 Dres. Bernhard Kölbl / Prof. Matthias Sachsenweger, Landshut, zur Einrichtung und Betreuung der OcuNet-Augenklinik, die auch von CBM unterstützt wird, in Chiro / Äthiopien.
2011 Dr. Kaushick Biswas (Kalkutta / Indien). Der indische Augenarzt führt regelmäßig Eye Camps in extrem entlegenen Dörfern im Himalaya bis in 4.000 m Höhe für gut 5.000 Patienten durch (operativ und konservativ).
2012 Charlotte Ellendorff (Finanzen), Heribert Tigges (Schriftführer) und Dr. Raimund Balmes (Vorsitzender) als Vorstand des Deutschen Komitees zur Verhütung von Blindheit gemeinsam für ihre ehrenamtliche erfolgreiche Arbeit, die der deutschen Augenheilkunde in Entwicklungsländern zu hohem Ansehen verholfen hat.
2013 Dr. Irmela Erdmann, jetzt Hamburg, für ihre Einsätze mit CBM in Mbarara und Kampala, Uganda (über 13 Jahre), und darüber hinaus Supervisionsbesuche und Einsätze in verschiedenen afrikanischen Ländern, z.Zt. in Lomé/Togo.
2014 Dr. Markus Schulze Schwering, Prof. Dr. Martin Spitzer und die Augenklinik der Universität Tübingen für ihre Partnerschaft mit der UniversitätsAugenklinik Blantyre, Malawi
2015 Dr. Eric Njikam, Dr. Jonas Njikam (Foumban, Kamerun) und Prof. Dr. Frank Wilhelm (Greifswald) für ihre Kooperation.
2016 Dr. Rainald Duerksen (Asunción, Paraguay), Aufbau augenärztlicher Kliniken in Paraguay und weiteren südamerikanischen Ländern.
2017 Dres. Ulrike und Thomas Hohmann, für ihre Starthilfe in Sumbawanga/Tansania (Cataract surgeon Steven Maufi) und seit 2002 regelmäßige augenärztliche Kurzzeit-Hilfseinsätze mit Ausrüstung für die Augenklinik in Debre Markos/Äthiopien.
2018 Prof. Carl-Ludwig Schönfeld (München) für seine Seminare und OP-Kurse in Kenia, Äthiopien, Nepal, Myanmar und in acht osteuropäischen Ländern.
2019 Dr. Johann Dillinger (Traunstein), seit über 20 Jahren als Helfer und Lehrer im Einsatz in Afrika, organisierte über 30 Kurzeinsätze mit Schwerpunkt Uganda und Tansania, wo er in Moshi mit einem heimatlichen „Aktionskreis Ostafrika“ eine Augen- und Zahn-Klinik mit Optikerwerkstatt im Rahmen eines Missionskrankenhauses gründete.
2020 Dr. Heiko Philippin (Freiburg i.B.) für sein langjähriges Engagement im Bereich Augenmedizin und Ausbildung in Kenia und Tansania. Darüber hinaus internationale Aktivitäten für den Aufbau und strukturelle Verbesserungen augenmedizinischer Versorgung, schwerpunktmäßig für die CBM.
2021 Dr. Muhammad Babar Qureshi (Cambridge) für seinen Einsatz als Medical Advisor für die CBM und in dieser Funktion Leitung des Programms "Inclusive Eye Health and neglected Tropical Diseases".
2022 Christiane Paschke (Detmold) für ihr langjähriges Engagement im Bereich Früherkennung und Versorgung kindlicher Augenerkrankungen im ländlichen Kenia. Fünfjährige Ausbildungstätigkeit für Ophthalmologen und andere augenmedizinische Fachberufe an der Universitäts-Augenklinik in Nairobi.
2023 Dr. Karsten Paust (Bonn) für den Aufbau des "Prevention of avoidable blindness Programme" im unterversorgten südwestlichen Tansania, das eine grundlegende, umfassende und nachhaltige Infrastruktur für eine hochwertige
Augengesundheitsversorgung geschaffen hat.
2024 Dr. Ulrich Schaller (München) für sein Engagement in der klinischen Tätigkeit, Lehre, Forschung und Publikationen insbesondere in Kenia und Turkmenistan.
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